Mitte Januar reisten wir mit einer Gruppe von Fahrern nach Südspanien, in eine Region, die für ihr trockenes Klima, den geringen Verkehr und die kurvenreichen Straßen bekannt ist. Almería empfing uns genau mit dem, weshalb wir im Winter hierherkommen. Stabiles Wetter, Tagestemperaturen von etwa 12 bis 16 Grad, trockener Asphalt und Ausblicke, die man in der Slowakei im Januar einfach nicht erlebt.
Das Ziel war klar: Fast alles zu testen, was BMW Motorrad heute im Portfolio anbietet – und zwar unter realen Bedingungen. Berge, Küste, Wüstenabschnitte und leichtes Gelände.
Tag 1.
Der erste Tag stand im Zeichen der Einführung, des Briefings und der Verteilung der Motorräder. Anschließend fuhren wir eine etwa 150 km lange On-road-Runde, damit sich jeder an das Tempo, den Untergrund und den Charakter der örtlichen Straßen gewöhnen konnte.
Bei der Rotation standen folgende Modelle zur Verfügung:
-
BMW S 1000 XR
-
BMW M 1000 XR
-
BMW R 1300 RT
-
BMW R 1300 R
-
BMW M 1000 R
-
BMW F 900 XR
-
BMW R 1300 GS
Schon am ersten Tag war klar, dass der Asphalt trocken, die Haftung hervorragend und die Straßen nahezu leer waren. Ideale Bedingungen, um Fahrwerk, Bremsen und das Ansprechverhalten des Motors zu testen.
Tag 2.
Der Dienstag war der fahrerische Höhepunkt der Woche. Rund 300 km über Bergstrecken, lange Anstiege, technische Passagen und schnelle Wechselkurven.
Hier zeigte sich deutlich der Unterschied zwischen den sportlichen XR-Modellen und der komfortableren R 1300 RT. Jeder wechselte im Laufe des Tages mindestens einmal das Motorrad. Das Ziel war einfach: Am Ende des Camps persönliche Erfahrungen mit mehreren Kategorien zu sammeln – nicht nur mit einem Modell.
Kein Regen, kein Stress, nur der Rhythmus der Kurven.
Tag 3.
Der Mittwoch gehörte der Küste. Eine Fahrt am Mittelmeer entlang, weite Ausblicke und der Kontrast zwischen blauem Wasser und trockenen Hügeln.
Zum Mittagessen hielten wir direkt am Strand. Frische Meeresfrüchte, eine kurze Pause und zurück in den Sattel. An diesem Tag ging es weniger um Leistung und mehr um das Erlebnis. Die Kombination aus Tourenmodellen wie der R 1300 RT und Naked Bikes wie der M 1000 R zeigte, wie unterschiedlich sich dieselbe Strecke auf verschiedenen Maschinen anfühlen kann.
Tag 4.
Den Donnerstag widmeten wir dem Gelände. Kein Extrem, aber technisch interessantes, leichtes off-road. Schotter, steinige Abschnitte und Sand.
Hier dominierte die BMW R 1300 GS, doch die Fahrer konnten auch weitere Modelle unter weniger idealen Bedingungen vergleichen. Die Wüstenlandschaft rund um Almería verleiht dem Fahren eine ganz besondere Atmosphäre. Trockenheit, ein weiter Horizont und absolute Ruhe.
Tag 5.
Der Abschluss stand im Zeichen des Stils. Das Tempo wurde ruhiger, und folgende Modelle kamen zum Einsatz:
-
BMW R 18 Roctane
-
BMW R 12
Die Cruiser- und Heritage-Linie zeigte eine andere Seite des Motorradfahrens. Weniger Zeit, mehr Gefühl. Fotos, Feedback und Gespräche über die Unterschiede zwischen den einzelnen Kategorien.
Die Motorradrotation als größter Mehrwert
Während der gesamten Woche tauschten die Fahrer ihre Motorräder untereinander. In der Praxis bedeutete das, dass jeder am Ende des Events sportliche, tourentaugliche, Adventure- und klassische Modelle gefahren war.
Genau das unterscheidet eine gewöhnliche Ausfahrt von unserem Test-Camp. Du bist nicht an eine einzige Maschine gebunden. Du kannst Gasannahme, Geometrie, Fahrwerk und Ergonomie unter denselben Bedingungen vergleichen.
Das Ergebnis? Echte Erfahrung statt Katalogeindruck.
Almería hat erneut bestätigt, warum wir im Winter hierher zurückkehren. Und das war erst der Januar.