Im Nationalen Crosszentrum Sverepec haben wir ein individuelles Kinder-Motocross-Training mit Matúš absolviert, der eine Husqvarna 85 fuhr.
Matúš kam bereits als erfahrenerer Fahrer. Er war auf dem Motorrad sicherer, hatte eine bessere Technik und man konnte sehen, dass er schon einiges an Fahrpraxis gesammelt hatte. Bei einem solchen Fahrer geht es im Training nicht um die kompletten Grundlagen von null an, sondern vielmehr darum, die einzelnen Aspekte anzupassen, zu präzisieren und bei höherem Tempo zum Funktionieren zu bringen.
Zu Beginn ließen wir ihn warmfahren und beobachteten, wie er ganz natürlich fährt. Wir achteten auf seine Körperhaltung, den Umgang mit dem Gas, die Einfahrten in die Kurven, die Kurvenausfahrten, das Bremsen sowie den gesamten flüssigen Fahrstil. Anschließend gingen wir die einzelnen Streckenabschnitte Schritt für Schritt durch und erklärten ihm, wo er Zeit gewinnen kann, worauf er achten muss und wie er besser mit dem Motorrad arbeiten kann.
Sehr gut war, dass Matúš wirklich aufmerksam zuhörte. Was man ihm sagte, versuchte er sofort in seinen Fahrstil einzuarbeiten. Das ist beim Training enorm wichtig, denn ein Fahrer entwickelt sich nicht nur dadurch weiter, dass er viel fährt, sondern vor allem dadurch, dass er schlechte Gewohnheiten ändern und neue Dinge richtig ausprobieren kann.
Während des Trainings arbeiteten wir an konkreten Streckenabschnitten. Einige Teile analysierten wir separat und besprachen die richtige Linie, die Einfahrt, die Körperhaltung und den Umgang mit dem Gas. Matúš hatte eine gute Grundlage, sodass wir die Dinge in einem Tempo bearbeiten konnten, das seinem Niveau entsprach.
Auch bei der Sprungtabelle war eine große Verbesserung zu sehen. Zu Beginn sprang er ungefähr bis zur Hälfte, doch nach und nach wurde er besser, gewann an Sicherheit und landete am Ende des Trainings genau richtig an der Kante. Noch ein paar Trainings, und mit der richtigen Vorgehensweise wird er sie vollständig springen können. Wichtig ist, dass es nicht mit Gewalt geschah, sondern schrittweise über Technik, Sicherheit und das richtige Timing.
Das Training fand am Nachmittag statt. Die Strecke war präpariert und für uns gesperrt, sodass wir gute Bedingungen zum Arbeiten hatten. Wir konnten die Streckenabschnitte auswählen, die seinem Niveau entsprachen, und uns mit Details beschäftigen, die beim normalen Fahren leicht untergehen würden.
Am Ende war zu sehen, dass Matúš konkrete Erkenntnisse aus dem Training mitgenommen hatte. Er wusste, woran er arbeiten musste, was er anders machen sollte und wie er die einzelnen Abschnitte zu einer vollständigen Runde zusammensetzen konnte. Er hatte eine gute Gasannahme, große Freude am Fahren und vor allem die Fähigkeit, zuzuhören und Dinge direkt während des Trainings zu verändern.
Bei erfahreneren Kindern ist es wichtig, ihnen nicht die Freude am Fahren zu nehmen und sie gleichzeitig in die richtige Richtung zu führen. Die Geschwindigkeit kommt bereits, muss aber auf einer guten Technik aufbauen. Matúš hat eine gute Grundlage und eine gute Einstellung. Wenn er so weitermacht, hat er noch viel Entwicklungspotenzial.